Leserbrief zu zweiter Sporthalle in Bad Camberg:
Die beiden Leserbriefschreiber Falkenbach und Weyrich machen es sich ein wenig zu einfach, wenn sie die Diskussion im Kreistag um eine neue Sporthalle in Bad Camberg als wirklichkeitsfremd abtun.
- Hat der Kreis im Jahr 2010 über 25 Mio. Euro neue Schulden aufgenommen um Schulen und Sporthallen zu sanieren. Das ist mehr als er finanziell eigentlich verkraften kann. Ich habe dem Haushalt dennoch zugestimmt, weil die Investitionen absolut notwendig sind.
- Ging es bei der Diskussion auch darum, wie die neue Sporthalle in den vom Eigenbetrieb aufgestellten Prioritätenkatalog passt und wie dieses vom Haushalt her zu stemmen ist, bei weiter sinkenden Einnahmen.
- Niemand der Kritiker hat bezweifelt, dass es heute Engpässe gibt. Aber Gebäude baut man nicht für die nächsten fünf sondern für 50 Jahre. Hier sollten mal die Leserbriefschreiber in die Statistik schauen: Die Bevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren um 2 bis 3% im Kreis sinken. Schon heute ist festzustellen, die Kinder werden nicht mehr geboren, um kleine Schule zu füllen. 2020 wird allein Bad Camberg 250 Kinder unter 15 weniger haben als noch 2008. Die Zahl der sporttrei-benden Erwachsenen bis 40 Jahren sinkt ebenfalls um rund 250 Personen. Dieser Trend setzt sich bis 2030 fort. Wo ist bei. Bei den diesen Zahlen ein langfristiger Bedarf zu sehen? Ich habe gefordert, eine Badarfsstudie zu erstellen, die diese Faktoren berücksichtigt und nicht mehr gekostet hätte als zwei Wochen Zinslast für die Sporthalle.
Die Herren Falkenbach und Weyrich sollten sich als Sportlobbyisten bei solchen Zahlen sich mal Fragen, was das für Ihre Vereine heißt. Stattdessen werden notwendige Diskussionen diffamiert und die Augen vor der Zukunft verschlossen in dem man die Trends von gestern für die nächsten 50 Jahre fortschreibt und das als „Bedarfsanalyse“ ansieht.



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