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05Dez

Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN zum Haushalt 2012/13

Antrag Nr. 1 (Produkt 7010) Kostendeckende Gebühren

Die Satzung über Erhebung von Gebühren für die Inanspruchnahme des Sonderdienstes Revision durch die Gemeinden (Gemeindeprüfung) wird geändert und rückwirkend zum 01.01.2011 eine kostendeckende Gebühr festgesetzt.

Begründung:

Die Überörtliche Prüfung des Hessischen Rechnungshofes hält es in ihrem Prüfungsbericht 2011 für geboten, dass die Städte und Kreise die nach Kommunalabgabengesetz (KAG) zulässigen Gebühren vollständig und kostendeckend erheben. Voraussetzungen sind regelmäßige Vor- und Nachkalkulationen der Gebühren, um Kostenveränderungen zeitnah einfließen zu lassen. Werden die Gebühren nicht konsequent kostendeckend erhoben, sind die fehlenden Mittel aus den Kernhaushalten aufzubringen. In Zeiten knapper Kassen sind alle Einnahmemöglichkeiten zur Konsolidierung zu nutzen.

 

Antrag Nr. 2 Ausweisung von Folgekosten

Der Kreisausschuss wird beauftragt bei der Planung neuer Baumaßnahmen die Folgekosten (insbesondere Betriebskosten) des Vorhabens gesondert auszuweisen, um eine bessere Einschätzung der Gesamtkosten zu erreichen. Ebenso sollten bei größeren Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, die geplante Veränderung der Betriebskosten ausgewiesen werden.

Begründung:

Kommunale Gebäude stellen große Vermögenswerte dar, die allerdings stetige Unterhaltung erfordern. Mit dem Herstellungsaufwand ist immer untrennbar ein Aufwand zur Erhaltung dieser Ressource verbunden. Zudem entstehen Bewirtschaftungs- und Finanzierungskosten. Um somit nicht nur die Herstellungskosten eines neuen Bauvorhabens beurteilen zu können sondern auch die Folgebelastung und somit das finanzielle Risiko  für den Landkreis, sollte zur besseren Transparenz eine Ausweisung der genannten Folgekosten erfolgen.

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09Sep

Rede zur Kürzung des Ausbildungsbudgets

Kürzung Ausbildungsbudget

 

Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,

das Thema Kürzungen des Ausbildungsbudgets für benachteiligte Jugendliche hat hessenweit die Kreistage und Landkreistage beschäftigt. Es wurden Anträge auf die Abfassung von Resolutionen von fast allen Fraktionen und dem Hessischen Landkreistag gestellt. Auch wir vom Kreistag sollten uns unabhängig von Partei Zugehörigkeit mit den Betroffenen solidarisieren und uns durch eine eigene Resolution den Protesten gegen die Kürzung des Ausbildungsbudgets  anschließen.

Nach Auskunft des Landrats auf unsere Anfrage in der letzten Sitzung können in unserem Kreis künftig vier Ausbildungsplätze für benachteiligte junge Menschen nicht mehr angeboten werden. Hier kommt erschwerend für die Ausbildungssituation benachteiligter Jugendlicher im Kreis hinzu, dass das Jobcenter als SGB II Träger in diesem Jahr dem Landkreis bzw. der GAB keine vollfinanzierten Ausbildungsplätze anbietet.

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22Aug

Antrag zur Übernahme von wegfallenden Ausbildungsplätzen durch den Kreis

Der Kreistag möge beschließen, dass im Rahmen der Haushaltsstrukturkommission geprüft wird, ob die durch die Kürzungen des Ausbildungsbudgets des Landes Hessens künftig wegfallenden vier Ausbildungsplätze durch Einsparmöglichkeiten im Haushalt zukünftig durch den Kreis übernommen werden können.

 

Sollte dies nicht möglich sein, stellen wir alternativ den Antrag:

 

der Kreistag fordert die Landesregierung auf, die rund 7 Millionen € Kürzungen im Ausbildungsbudget durch das hessische Sozialministerium, davon alleine 160.000,00 € für den Kreis Limburg – Weilburg, unverzüglich rückgängig zu machen.

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25Jun

Anfrage zur Kürzung des hess. Ausbilsungsbudgets

Die Landesregierung hat das Ausbildungsbudget für den Zeitraum von 2011 – 2015 im Dezember letzten Jahres festgelegt. Im April nahm die Landesregierung jedoch davon wieder Abstand und kürzte das Budget um 7 Millionen Euro. Das entspricht einer Kürzung von 40%, die noch in 2011 wirksam wird.

Das  Ausbildungsbudget ist wichtig für junge benachteiligte Menschen die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Diesen soll eine Ausbildung und wenn möglich ein Ausbildungsabschluss ermöglicht werden.

Werden hierfür die Gelder gekürzt, werden zwangsläufig weniger Jugendliche die dringend notwendige Unterstützung erhalten und dafür in anderen, weniger erfolgreichen Maßnahmen untergebracht werden.

Daher bitten wir um die Beantwortung unsere Frage:

Wie wirkt sich die Kürzung im Kreis Limburg-Weilburg aus?

 

21Feb

Ein Euro Jobs im Kreis

Anfrage:

 

Der Bundesrechnungshof hat Ende letzten Jahres die Ein-Euro-Jobs als wirkungslos kritisiert.
Für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen wäre es daher wichtig zu wissen,
welche Erfahrungen der Kreis      
mit den Ein-Euro-Jobs (z.B. bei der GAB) gemacht hat.
Wieviele gibt es noch?
Wieviele der Ein-Euro-Jobber konnten in den normalen Arbeitsmarkt integriert werden
(die eigentliche
Aufgabe)
Wie sieht die zukünftige Entwicklung aus?
Werden die Erkenntnisse des Bundesrechnungshofes zu irgendwelchen Konsequenzen führen?
16Jun

Kommunaler Armutsbericht

16,6% Prozent der Kinder sind arm. SPD will „kommunalen Armutsbericht“

Prima, die SPD will einen kommunalen  Armutsbericht. Warum hat Weilburg nicht einen solchen? Die SPD ist in Weilburg mit am regieren, hat Mitglieder im Magistrat, die einen solchen Bericht initiieren können, stellen sogar den Stellvertreter des Bürgermeisters.

Wir haben den Kommunalwahlkampf, das merkt man. Dann werden diese Themen aufgegriffen und nach der Wahl vergessen.

Zu Beginn der Legislaturperiode haben die Grünen im Kreistag einen solchen Bericht für die Kommunen des Gesamtkreises gefordert. Er wurde im Ausschuss immer mal wieder besprochen, der Landrat wollte die Bürgermeister informieren. Eine Expertin, Frau Prof. Meier–Gräwe von der Uni Giessen riet, solche Berichte auf kleinere Strukturen, also die Kommunen, herabzubrechen, damit diese genauer betrachtet werden können bezüglich der sozialen Lage der Bevölkerung. Nun erhalten wir im Kreis einen abgespeckten Sozialdatenbericht nach SPD-Antrag.

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17Feb

Einsetzung

einer Haushaltsstrukturkommission

Unsere Anträge im Kreistag Limburg-Weilburg

die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen stellt zum Haushalt folgenden Antrag:

Der Kreistag beschließt die Einsetzung einer Haushaltsstrukturkommission unter Einbeziehung aller Fraktionen. Die Haushaltsstrukturkommission berät über die aktuellen Entwicklungen und zukünftige Ausgestaltung des Kreishaushalts. Hier werden Vorschläge entwickelt und besprochen, die zur Entlastung des Haushalts führen sollen.

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17Feb

Finanzielle Mittel für einen Altenhilfeplan

die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen stellt zum Haushalt folgenden Antrag:

Im Haushaltsplan 2010/2011 werden 10 000 € bereitgestellt zur Erstellung eines Altenhilfeplans als Leitlinie für das politische Handeln im Landkreis Limburg-Weilburg im Bereich der Seniorenpolitik. Zur Erstellung des Altenhilfeplans wird eine Projektgruppe in der Kreisverwaltung initiiert, die unter Begleitung eines externen Institutes quantitative und qualitative Erbebungen durchführt.

Begründung:

Der vorliegende Altenhilfeplan entspricht nicht den Anforderungen moderner Sozialplanung. Die Menschen im Kreisgebiet brauchen ein Umfeld zur Gestal-tung eines menschenwürdigen, selbstbestimmten Lebens im Alter. Dazu müssen auf politischer Ebene Weichen gestellt werden. Es kann nicht abgewartet werden bis der vorliegende Altenhilfeplan korrigiert ist. Deshalb wird ein externes Institut, wie z.B. ISS in Frankfurt, damit beauftragt. Auf dieser Basis kann die Planung dann von den Mitarbeitern der Kreisverwaltung fortge-schrieben werden. Wir können nicht nochmals vier Jahre auf einen Altenhilfe-plan aus der Kreisverwaltung warten.

17Feb

Anträge zum Haushalt 2010/2011

die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen stellt zum Haushalt folgende Anträge:

1. Der Verlust bei der Kostenstelle 1051 Öffentlicher Nahverkehr von über 44.557 €, der sich aus Mindereinnahmen zur Umlage an die LNG zusammensetzt, wird vom Kreishaushalt ausgeglichen, damit der gleiche Betrag wie 2009 wieder zur Verfügung steht.

2. Die Satzung zur Erhebung der Gebühren für die Inanspruchnahme des Rechnungsprüfungsamtes wird geändert und rückwirkend zum 1.1.10 eine kostendeckende Gebühr festgesetzt.

3. Der Haushalt erhält folgende Protokollnotiz: Bis zum 1.9.2010 werden vom Kreis alle Satzungen überprüft, ob sie die anfallenden Kosten decken. Der Kreisausschuss wird dem Kreistag bis zur Vorlage eines Nachtragshaushaltes 2011 Änderungsvorschläge für die einzelnen Satzungen vorlegen.

Begründung zu 1.:

Wesentliche Linienbündel in der Verantwortung der LNG werden 2010 neu ausgeschrieben. Aufgrund des kostengünstigen und am Ende nicht auskömmlichen Angebotes bei der Ausschreibung 2004 ist mit einer Erhöhung der Kosten zu rechnen. Es ist zu befürchten, dass die LNG zu Leistungskürzungen wegen der 5%igen Minderung der Einnahmen greifen muss. Das wollen Die GRÜNEN verhindern. Die Mehr-Ausgaben werden durch Mehr-Einnahmen aus Antrag 2 wieder ausgeglichen.

Begründung zu 2.:

Die Satzung zur Erhebung von Gebühren für das Rechnungsprüfungsamt wurde 1998 zu letzten Mal geändert. Sie enthält einen heute nicht mehr realistischen Stundensatz. geringe Stundensatz stellt eine indirekte Subvention der kleineren Kommunen im Kreis zu

Lasten der größeren mit eigenen RPAs dar. Das Defizit des Teilergebnisplanes 7010 Gemeindeprüfung kann somit deutlich gemindert werden.

Begründung zu 3.:

Im Haushaltsrecht sind Gebühren kostendeckend zu erheben. Im Haushalt 2010/2011 zeigt sich in einzelnen durch Gebührenermächtigung abgedeckten Teilerbnisplänen eine deutliche Differenz. Deshalb wird der Kreisausschuss aufgefordert bis zum 1.9. 10 die Gebührensituation zu üb erprüfen und im HFA darüber zu berichten. Bis zur Vorlage eines Nachtragshaushaltes können dann, dort wo notwendig die Gebühren angepasst werden.

17Feb

PM zum Doppelhaushalt 2010/2011

Die dramatische Haushaltssituation im Doppelhaushalt 2010 /2011 ist nicht hausgemacht. Vielmehr brechen die Einnahmen des Haushaltes um mehr als 10 Mio. € ein. Auf der anderen Seite steigen die Ausgaben für den Landes-Wohlfahrts-Verband von 21,4 Mio. € auf 23,4 Mio. € an. Damit stellt allein diese Zuweisung schon einen Fixposten von über 14 % des Gesamthaushaltes. Das Ausbluten der kommunalen Haushalte durch das Land und den Bund zeigt sich auch daran, dass in absoluten Zahlen gemessen die Kreisumlage 2010 und 2011 gegenüber 2009 um 4,1 Mio. € sinkt, obwohl die Kreisumlage gegenüber den Kommunen prozentual erhöht wird. Die GRÜNEN fordern deshalb die Bundesregierung auf, mit ihrer unverantwortlichen Haushaltspolitik und der Subventionierung des FDP-Klientels aufzuhören und die Leistungsträger für öffentliche Investitionen, die Kommunen, finanziell besser auszustatten.

Insbesondere die Anstrengungen des Kreises bei der Schulmodernisierung werden von den GRÜNEN begrüßt, weil diese notwendigen Investitionen in die Zukunft sind und auf Dauer eine nachhaltige Rendite versprechen.

Dennoch muss der Kreis seine eigene Einnahmesituation verbessern. Deshalb stellen die GRÜNEN einen Antrag die kreiseigenen Gebühren bis zum Nachtragshaushalt 2010 zu überprüfen und den tatsächlichen Kosten anzupassen. Dringenden Handlungsbedarf sehen sie bei der den Gebühren für die Rechnungsprüfung der kreiseigenen Städte und Gemeinden. Hier sind durch die Einführung der doppelten Buchhaltung in den öffentlichen Haushalten Kosten entstanden, die nicht mehr durch die Gebühren abgedeckt werden. Für die Rechnungsprüfung der kleineren Gemeinden zahlen auch die Städte und Gemeinden über die Kreisumlage mit, die eine eigene

Rechnungsprüfung haben. Hier können die Einnahmen um etwa 100.000 € erhöht werden.

Das Ergebnis der Solaranlage des Gymnasium Phillipinum zeigt, wie günstig sich diese auf den Kreishaushalt auswirkt. Die GRÜNEN fordern daher den Kreis auf, entweder durch private Investoren oder über seine Eigenbetriebe, wie dem AWB, die kreiseigenen Dächer für die Solarstrom-Erzeugung zu nutzen, und sich somit langfristig Einnahmen zu sichern. Einen entsprechenden Antrag werden Die GRÜNEN hierzu zum Haushalt stellen, der die Vermietung der Dachflächen fordert.

Die Haushaltskrise zeigt sich auch bei den Einnahmen für den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Diese werden 2010 um 3% oder um 44.000 € sinken. Die GRÜNEN fordern hier einen Ausgleich des Kreises, da sonst zu befürchten ist, dass Fahrleistungen gestrichen werden müssen.

Weiter werden 10.000 € für die externe Koordinierung und Moderation für einen Altenhilfeplan gefordert. Die GRÜNEN sehen mit einem aktuellen und umfassenden Altenhilfeplan, der auch mit den Trägern von Altenhilfe-Einrichtungen abgestimmt ist, auch die Möglichkeit Sozialleistungen in Zukunft effektiver einzusetzen. Nur so kann ein Altern in Würde für alle garantiert werden

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